ICELAND (pt IV/IV – North to West) // 2016

North to West (pt IV/IV)

Auf dem Weg zu den Westfjords sind wir noch einmal an ein paar der Highlights der Myvatn vorbei gefahren. Die Seen haben einfach eine tolle Farbe und die Gegend sieht wirklich super aus! Für das dritte und vierte Bild mussten wir einige Schritte auf einen Berg herauflaufen. Dort hat es so stark gewindet, wie ich es bisher noch nicht erlebt hatte. Ungelogen – uns hat’s fast weggeblasen… Unser Aufenthalt war daher nur von kurzer Dauer. 😀

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Dann ging es unter die Erde, genau gesagt in eine kleine Höhle unter diese Erdritze… Dort befindet sich eine wunderschöne heiße Quelle mit türkisblauem Wasser, welches so heiß ist, dass man nicht unbedingt reinfallen sollte… Man besteigt die Höhle auf eigene Gefahr, ist angeblich einsturzgefährdet. Hat sich aber gelohnt!

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Nach kurzem Abstecher am Godafoss (siehe unten) ging es immer weiter Richtung Westen. Eine Gesteinsformation im Meer (Hvitsekur) hat uns auf Bildern begeistert und drum sind wir zunächst dort hin.

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Hvitsekur befindet sich direkt am schwarzen Strand und es war zum Glück noch Ebbe als ich angekommen bin. So konnte man die schönen Strukturen im Sand erkennen. Irgendwie finde ich so etwas faszinierend… Anscheinend hat es mich so gepackt, dass ich gar nicht bemerkt habe, wie das Wasser immer stärker flutet. Irgendwann war es dann so weit: ich war so ziemlich vom Meer umzingelt. Nicht ganz ungefährlich, zum Glück kam ich aber noch problemlos nach Hause, da das Wasser noch nicht so tief war. Nur meine Hose war komplett nass, die Füße super kalt… Naja, selbst Schuld!

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Ein besonderes Highlight in den Westfjords ist die Möglichkeit die Papageientaucher (Puffins) zu sehen. Sie leben neben Island auch auf den Faroerinseln sowie in Teilen Norwegens oder auch Irland. Auf jeden Fall sind sie irgendwie total tollpatschig, aber auch sehr niedlich! Mich erinnern sie irgendwie immer an Pinguine… Wir haben sie am westlichsten Punkt Islands gesehen. Dort gibt es eine super steile Felsklippe wo sie in kleinen Erdlöchern leben und alle paar Minuten kurz herauskommen und dann wieder im Loch verschwinden. Es hat leider ziemlich geregnet, weswegen einige der Tiere am weißen Bauchi ziemlich dreckig geworden sind. Außerdem war es nicht immer einfach die sich bewegenden Tiere mit reinem manuellem Fokus einzufangen 😉 Aber seht selbst – ich finde die Fotos sind gut geworden!

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Vollbremsung nach dem Landeanflug 😉

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Unweit der Puffins gibt es einen Strand, der je nach Jahreszeit und Lichteinfall eine rote Farbe annehmen kann. Darum heißt er auch Raudisandur Beach. Tatsächlich hatte er eine leicht rote Färbung, als wir dort waren. Für Island sind helle Strände natürlich sowieso schon einmal sehr speziell, da die Strände dort ja vorwiegend schwarz sind. Ein roter Strand ist aber nochmal cooler. Auch typisch für Island sind die vielen bunten, wunderhübschen kleinen Kirchen.

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Vom Raudisandur Beach ging es mit unserem kleinen Campervan wieder zurück auf die ungesicherten und teils mit Wasser gefluteten Schotterstraßen, die uns immer näher zurück zum Anfangspunkt, also Reykjavik, führen sollten. Da man die ganzen Fjorde ausfahren muss, ist man für ein paar Kilometer Luftlinie ziemlich lange unterwegs. Letztlich hatten wir das ein bisschen falsch eingeschätzt und wir hätten gerne noch 1-2 Tage mehr Zeit dort gehabt, vor allem, da es eigentlich fast nur geregnet hat. Die Landschaft um die Fjorde herum ist nämlich wirklich wunderschön und viele Leute lassen die Gegend aus, da sie abseits der geteerten sogenannten Ring Road ist. Der Regen hatte aber auch etwas positives. So konnten wir teils wirklich beeindruckenden Regenbögen sehen und generell war die Lichtstimmung mit den dicken Wolken und der durchscheinenden Sonne richtig toll…

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Das Gestein der Berge in Island ist wirklich einzigartig (siehe letztes Bild oben). Die Farben und der Farbverlauf – ich könnte davon nicht genug bekommen! Ich hab Island wirklich nicht nur schön gefunden, ich liebe die Schönheit dieses Landes. Eine ähnliche Struktur bzw. ähnliche Schichten im Gestein weist der Kirkjufell auf. Das ist ein besonders schöner Berg und ein wundervolles und beliebtes Fotomotiv, da sich direkt in der Nähe ein kleiner Wasserfall befindet, der sich hervorragend als Vordergrund eignet. Vor allem, wenn man länger belichtet – so wie ich es getan habe – erhält man ein super dynamisches Bild mit ziehenden Wolken und fließendem Wasser. Das interessante an dem Berg ist übrigens, dass er je nach Standpunkt spitz oder rund aussehen kann. Die folgenden Fotos sind um 1 Uhr nachts entstanden!

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So, das war’s aus Island. Ich hoffe euch haben die Bilder in diesem, sowie auch meiner drei vorherigen Teile zu Island gefallen. Wer die nicht gesehen hat, kann sich ja gerne noch durchklicken. Ich würde mich freuen! Mit den Worten, dass Island das schönste Land ist, welches ich JEMALS (!) besucht habe, verabschiede ich mich an dieser Stelle vorerst bis zur nächsten größeren Reise. Wundervolles Island, ich bin sicher ich komme wieder!

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ICELAND (pt III/IV – East to North) // 2016

East to North (Part III / IV)

 

Nach einer anstrengenden Autofahrt über eine extrem steile Passstraße sind wir zu später Stunde im schönen Örtchen Seydisfjördur angekommen. Die Strecke war wirklich extrem blöd zu fahren. Es war eine reine Schotterpiste und sehr steil… Das ist grundsätzlich ja kein Problem und für isländische Verhältnisse fast normal, problematisch war jedoch, dass die Strecke mit jedem Höhenmeter mehr und mehr von Schnee bedeckt war und unser Auto natürlich kein Allrad hatte. Letztlich stellte es sich aber als fahrbar heraus, denn bei besonders kritischen Stellen wurde wohl geräumt (so sah es zumindest aus). Das folgende Bild zeigt das schöne Örtchen, an welchem wir auch die Nacht verbracht hatten. Im Hintergrund ist das Gebirge zu sehen, über das wir gekommen sind.

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Richtung Norden geht es durch etwas höher gelegene Gebiete. Wie bereits erwähnt, lag dort etwas mehr Schnee und man hatte das Gefühl ein Stück vom richtigen Island zu sehen. Zusätzlich hatten wir an dem Tag sensationelle Wolkenformationen.

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Am selben Tag sind wir nachmittags noch zum Dettifoss gefahren. Laut Wikipedia ist das der leistungsstärkste Wasserfall Europas, wenn die Kombination aus Fallhöhe und Volumenfluss berücksichtigt wird. Er ist auch sehr beeindruckend, ich fand ihn dennoch den langweiligsten aller von uns besuchten Wasserfälle Islands. Mag aber auch daran liegen, dass wir schon einige Wasserfälle zuvor besichtigt hatten und uns etwas satt gesehen haben. Oder aber, weil der direkt am Wasserfall gelegene Weg zugefroren war. Ich hatte zuvor im Internet Bilder gesehen, wo Menschen direkt vor dem Wasserfall stehen. Das sah klasse aus! Das war für uns leider aufgrund des Eises nicht möglich. Eventuell sieht er von dieser Position erst so richtig beeindruckend aus. Hier jedenfalls die Fotos mit Blick von oben.

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Unser Hauptziel im Norden war die Gegend rund um die Myvatn, einem großen See. In dieser Region (Hverir) fühlt man sich wie auf dem Mond. Überall brodelt die Erde und es dampft aus Erdlöchern heraus. Aus anderen Löchern blubbert der Schlamm. In der Luft liegt ein extremer Geruch von Schwefel… Sehr sehr faszinierend und irgendwie surreal.

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Beeindruckende Strukturen auf dem Boden vor den Erdlöchern…

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Auch natürliche heiße Quellen sind in dieser Region einige zu finden. Wir haben hier in dieser heißen Quelle, im Prinzip ein Schlammloch, gebadet – Achtung: nur ein Handybild… Die Quelle hatte etwa 40 Grad, was bei den Außentemperaturen um den Nullpunkt sehr angenehm war. In den Ohren hatten wir immer das Geräusch des benachbarten Wasserfalls mit eiskaltem Wasser. Sehr toll! Wir hatten den Platz schließlich für uns alleine und konnten es richtig genießen.

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Ein weiteres Highlight stand in Dalvik auf dem Programm. Dalvik ist ein kleines, schönes Fischerdörfchen und bietet die Möglichkeit, Wale in freier Natur zu beobachten. Die Wahrscheinlichkeit dort Wale zu sehen liegt bei 99% und man bekommt sogar Freikarten für den darauffolgenden Tag, falls man erfolglos bleiben sollte. Wale haben wir gesehen und teils zwar wirklich sehr nahe an unserem Boot. Das war toll! Es handelte sich um 15-18m lange Buckelwale, was bei einer Bootslänge von etwa 20 Metern schon beeindruckend ist. Delfine hätten wir auch sehen sollen, da hatten wir aber leider Pech. Auch andere Walarten haben wir leider nicht gesehen, dabei wäre in Island die Chance hoch gewesen (z.B. auf Minky Whales). Dennoch beeindruckend und ein paar schöne Bilder sind entstanden…. Wenn man bedenkt, dass ich nur mit manuellem Fokus arbeite, gar keine schlechten… 😉

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Das obere Bild zeigt das Atemloch des Wals. Im unteren Bild ist dieses Loch im Einsatz… 😉

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Es war wirklich toll die großen Meeresbewohner aus solch einer Nähe zu beobachten. Sie sind einfach gigantisch rießig! In Island kann ich eine solche Tour wirklich empfehen. Auch Dalvik war zu empfehlen… Im Gegensatz zu Husavik ist der Ort noch nicht so extrem überlaufen, man hat dieselben Chancen  Wale zu sehen und es ist etwas günstiger. Zusätzlich bekommt man noch die Möglichkeit selbst Fische zu angeln und die Ausbeute anschließend zu grillen und zu essen.

Im nächsten und letzten Abschnitt geht es dann Richtung Westfjords, zu den Puffins und zum Kirkjufell Mountain.

ICELAND (pt II/IV – South to East) // 2016

SOUTH  to EAST (Part II / IV)

 

Voller Vorfreude auf unser beider Highlight, nämlich Jökulsarlon und Diamond Beach ging es weiter Richtung Osten… Ein paar Tage ohne Wasserfälle und dafür einer Menge Eis und Schnee standen bevor. Die Reise führte uns zunächst zum Skaftafellsjökull. Dies ist eine 10km lange und 2.5km breite Gletscherzunge. Dort direkt davor zu stehen ist einfach atemberaubend und man fühlt sich als Mensch so richtig winzig. In unserem Falle sah die Gletscherzunge besonders toll aus, weil die Gletscherspalten noch teils schwarz gefärbt waren. Toller Kontrast mit dem weißen Eis!

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Der oben abgebildete Skaftafellsjökull gehört dem Vatnajökull an, dem größten Gletscher Islands. Mit 8100km² bedeckt der Gletscher etwa 8% des ganzen Landes.

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Abends dann, pünktlich zum tollen Abendrot sind wir dann endlich angekommen an Jökulsarlon. Eins kann ich euch wirklich sagen: Egal wie toll und faszinierend die folgenden Bilder nun aussehen… Wenn man tatsächlich vor Ort ist kommt man aus dem Staunen nicht mehr heraus und es wirkt noch krasser. Dieser Platz ist magisch (insbesondere bei Sonnenauf- und -untergang) und ich werde dort zu 100% noch einmal hingehen.

Kurze und spannende Erklärung zu dem Platz: Jökulsarlon ist der größte Gletschersee in Island mit unzähligen, teils meterhohen Eisbergen und Seehunden im Wasser. Die Strömung treibt die Eisberge ins Meer und von dort durch den starken Wellengang an einen ewig langen, schwarzen Sandstrand, wo sie dann teils stranden und liegen bleiben. Einfach atemberaubend der Kontrast aus blauen Eisbergen auf schwarzem Sand. Dieser Ort nennt sich Diamond Beach. Ihr könnt euch nicht vorstellen wie das in tollem Abendlicht aussieht!! Einen kleinen Eindruck könnt ihr durch die folgenden Bilder gewinnen. Zunächst Jokursarlon:

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Weiter mit Diamond Beach… Die Sonne war inzwischen untergegangen (es war etwa 0.30 Uhr) und das Mondlicht erhellte den Strand. Richtig dunkel wurde es zu unserer Reisezeit ja auch gar nicht….

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Da uns diese Gegend so umgehauen hat, sind wir am nächsten Tag auch bei Tageslicht noch einmal zu den beiden Plätzen hin. Wirkt weniger magisch (vor allem da wir den Abend zuvor ganz alleine dort unterwegs waren!!), aber dennoch sehr beeindruckend.

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Am nächsten Tag ging es – dieses Mal zum Sonnenuntergang – zu Stokksness / zum Vestrahorn. Ein wundervolles Bergmassiv, welches besonders toll wirkt, wenn man die grünen Grashügel im schwarzen Sand oder die tolle Spiegelung im Wasser mit im Blick hat. Auch hier hatten wir die gesamte Landschaft wieder komplett für uns alleine!

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So, das soll es für Teil II / IV gewesen sein. Im nächsten Teil geht es weiter mit brodelnder Erde und heißen natürlichen Quellen sowie knapp 15-20m langen Buckelwalen!

ICELAND (pt I/IV – West to South) // 2016

WEST to SOUTH (Part I / IV)

 

Was soll ich sagen? Wer einmal die Möglichkeit hat nach Island zu fliegen, der sollte das tun! Island stand schon lange ganz weit oben auf meiner Liste und nach dem Studium habe ich mir den Traum erfüllt. Wir sind in einem kleinen CamperVan um die gesamte Insel gefahren, keine Hotels, keine Restaurants, nichts. Wir hatten also absolute Flexibilität und konnten die schönsten Plätze für uns alleine genießen! Wir sind in der Nebensaison gereist, sodass vergleichsweise wenig Touristen unterwegs sind. Die Temperaturen lagen bereits in einem erträglichen Rahmen zwischen -8 und +10 Grad. Spannend ist, dass es quasi nicht dunkel wird. Daran muss man sich erst einmal gewöhnen, bietet letztlich aber noch mehr Zeit die atemberaubende Landschaft zu genießen. Außerdem dauert der Sonnenuntergang so eben nicht nur 10 Minuten, sondern erheblich länger, sodass das tolle Abendlicht für mehrere Stunden besteht. Für mich als Landschaftsfotograf sensationelle Bedingungen! 🙂

Das erste Bild zeigt unsere fahrbare Unterkunft, Küche usw. für den gesamten Trip um 23:30 Uhr am Abend. Einfach traumhaft in so einer Kulisse zu schlafen! Dunkler wurde es übrigens nur noch marginal, denn ab etwa 2 Uhr ist die Sonne wieder aufgegangen, sodass es wieder heller wurde.

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Unsere Route führte uns gegen den Uhrzeigersinn von West nach Süd entlang der sogenannten „Ring Road“, einer Straße die so ziemlich um die Insel führt. Zu Beginn lassen sich direkt einige Highlights an Sights erkunden, vieles davon sind beeindruckende Wasserfälle. Hier ist der „Gullfoss“ im Abendlicht:

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Am nächsten Tag ging es zum Seljalandsfoss, ein beeindruckender Wasserfall. Besonders macht ihn, dass man ihn nicht nur von vorn betrachten kann, sondern man auch in den Fels hinein laufen kann, sodass man hinter dem herabfallenden Wasser steht (auf Bild 3 zu sehen).

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Island ist natürlich auch bekannt für seine heißen Quellen und den brodelnden Erdboden. So gibt es die Geysire, wo das Wasser als Fontäne mit einem extremen Druck meterhoch aus dem Boden in die Höhe schießt. Wir waren am großen Geysir „Strokkur“. Das Wasser spritz dort etwa 20m hoch. Den Prozess habe ich im Folgenden als Serie zusammengefasst.

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Anschließend ging es weiter zum Skogafoss. Mir hat der Wasserfall besonders gefallen, da eine kleine Wanderung es erlaubt, den Wasserfall nicht nur von unten, sondern auch von oben zu sehen. Auf etwa halber Höhe – habe ich mich auf einen Felsvorsprung begeben, um den Wasserfall aus einer besonderen Perspektive zu fotografieren (Bild 3 und 4). Der perfekte Regenbogen war eine tolle Zugabe. 🙂

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Ein weiteres Highlight im südlichen Teil ist die Küste herum um Vik. Dort hat es so krass gewindet, das habe ich noch nie erlebt. Autotüren musste man festhalten, damit sie nicht wegbrechen (Kein Witz, ist wohl alles schon passiert). Man konnte sich teilweise selbst kaum halten. Kein Wunder, dass die Wellen an dem wunderschönen schwarzen Strand gewaltig sind und nur so vor Kraft strotzen. Schwarz/Weiß zu fotografieren ist dort nahezu Pflicht, da der weiße Schaum des Wassers, der schwarze Sandstrand und der dramatische Himmel einen grandiosen Kontrast bilden. Hier einige Beispiele:

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Wenn man von der Hauptstraße abbiegt und sich traut eine (zumindest in unserem Fall) wirklich ganz brutale Schotterpiste mit extremen Schlaglöchern zu fahren, dann kommt man zu einem tollen Aussichtspunkt mit Blick über den ewig langen schwarzen Strand… Die Fahrt hat sich definitiv gelohnt! Das dritte Bild zeigt einen Glücksmoment, denn die Sonne ist gerade wundervoll durch die Wolken gekommen, sodass die Lichtstrahlen an einer Stelle das Meer erhellen. Solche sensationellen Lichtspiele gibt es in Island immer wieder – ein weiterer Grund, warum ich dieses Land zu lieben begann.

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Ein weiteres Highlight in dieser Gegend ist das abgestürzte Flugzeugwrack DC-3 in Sólheimasandur. Das Flugzeug liegt am schwarzen Strand und ist inzwischen nur noch per Fußmarsch zu erreichen. Etwa 1 Stunde mussten wir laufen, aber die Wanderung loht sich definitiv. Wir sind absichtlich erst abends gegen 23:30 los gelaufen, damit wir ziemlich sicher ganz alleine dort sein konnten. So war es dann auch! 🙂 Im grandiosen Abendlicht ist das einfach ein unglaubliches Motiv. Man kann sogar in das Flugzeug reingehen und sieht sämtliche Kabel etc. herumhängen. Neben dem Flugzeug liegen noch Einzelteile wie Propeller und co. Spektakulär und irgendwie unwirklich….

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Ein großes Highlight unserer Tour im Süden war noch Fjadrargljufur, eine sensationelle Schlucht mit den für Island typischen mit Moos bewachsenen Felsen und Lavasteinen. Kurz vor Sonnenuntergang kamen wir an und das hat eine wirkliche tolle Lichtstimmung erzeugt. Ich hatte ein absolutes Gefühl von Freiheit… Ich schätze das nächste Bild drückt das Gefühl gut aus. Ich liebe Island.

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Dann ging es weiter Richtung Osten. Damit der Beitrag nicht zu lange wird, folgen alle weiteren Bilder, die von Süd nach Ost, von Ost nach Nord sowie von Nord nach West entstanden sind in jeweils separaten Beiträgen. Im nächsten Beitrag wird es dann deutlich kälter und es gibt viel Eis, Eisfelsen, Gletscher und co. zu sehen. Um genau zu sein wird Teil 2 den für mich eindrucksvollsten Platz an dem ich jemals war zeigen. Es lohnt sich also dran zu bleiben und reinzuschauen, sobald der Beitrag online ist. Ich würde mich jedenfalls über zahlreiche Leser freuen. 🙂

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more to come in part II / IV…

Hongkong // 2015

Das Jahr endet bald und die Veröffentlichung des letzten Teils meiner China-Reise wird allerhöchste Zeit. Also los geht’s mit den Bildern aus der tollen Stadt Hongkong!

Von Chengdu mussten wir nur etwa 2-3 Stunden fliegen. Wir waren demnach topfit und es ging direkt auf Erkundungstour. Abends sind wir noch zu einem der Highlight-Sights, dem Victoria Peak. Von dort aus hat man eine tolle Sicht über die Stadt. Am nächsten Morgen ging es zum Sonnenaufgang zum Tian Tan Buddha.

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Wie in jeder asiatischen Stadt herrscht in der Innenstadt ziemlicher Trubel und die Menschen wuseln nur so durch die Gegend. Es gibt viele Stände, an denen Gemüse, Obst oder Fleisch und Fisch verkauft wird.

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Neben der tollen Skyline ist das Stadtbild von hohen Gebäuden mit tausenden von Wohnungen geprägt, die alle sehr eng beieinander liegen. Angeblich haben nur wenige Menschen aufgrund der teuren Wohnkosten und engen Wohnungen eine eigene Küche.

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Typisch für Hongkong sind außerdem die unzähligen Schilder und Werbetafeln in den Straßen. Außerdem fahren – ähnlich wie in London – große Doppeldecker-Busse bzw. Straßenbahnen herum. Rote Taxen gibt’s auch zahlreich!

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Die Menschen arbeiten im Prinzip rund um die Uhr. Sonn- und Feiertage gibt’s bei den einfachen Straßenarbeitern glaub ich nicht. Trotzdem sind alle Menschen sehr sympathisch und zugänglich. Es hat sich auch niemand beschwert, wenn ich fotografieren wollte.

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Generell herrscht im Vergleich zum chinesischen Festland ein sehr „zivilisiertes“ Verhalten. Wenn ich auf dieser Reise eines gelernt habe, dann ist es, dass sich der „Hongkong-Chinese“ im Vergleich zum „Festland-Chinesen“ ganz anders verhält. Kein Drängeln, kein Spucken, kein Schlürfen oder Schmatzen, sehr freundlich und zuvorkommend. Und plötzlich spricht auch jeder fließend Englisch. Man merkt hier also deutlich den britischen Einfluss!

Wie in jeder großen Stadt gibt es auch in Hongkong ein Riesenrad. Viel berühmter sind allerdings die „Central Mid-Level Escalators“, die längste außenstehende, überdachte Rolltreppe der Welt. Witzig ist: sie fährt morgens immer nach unten und abends immer nach oben. Wenn man also in die andere Richtung möchte, muss man laufen. Man muss jedoch dazu sagen, dass die Rolltreppen nicht zusammenhängend sind, sondern immer wieder ein paar Meter Straße dazwischen ist. Für uns war es Pflicht diese einmal zu nutzen.

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Wenn man dem Trubel der Großstadt entfliehen möchte gibt es zahlreiche Möglichkeiten. Zum einen ist der Hongkong-Park sehr schön, sauber und hergerichtet. Zum Anderen liegt Hongkong natürlich auch nah am Meer, sodass es in der Umgebung viele wunderschöne Inseln gibt. Wir haben einmal einen Tagesausflug auf eine der Inseln gemacht und sind dort durch „den Dschungel“ gewandert. Dschungel ist übertrieben, aber sagen wir: ein sehr bewachsenes und grünes Gebiet, in dem auch Schlangen und große Spinnen etc. leben. Letzteres konnte ich mit eigenen Augen sehen – bäh! Letztendlich sind wir so von einem schönen Strand zum nächsten spaziert und haben dort gebadet. Aber Vorsicht: Das Gebiet (Sai Kung) ist auch für ihre Haiangriffe bekannt. War auf jeden Fall eine tolle Abwechslung zu den ganzen anstrengenden Tagen in der Stadt.

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So, damit enden meine Reisen für 2015. Möge die nächste tolle und aufregende Reise bald kommen! 🙂

Jiuzhaigou Nationalpark // 2015

Der letzte Beitrag ist ja schon eine Weile her, aber nun komme ich endlich dazu, weiter über meine Reise nach China zu berichten.

Mit der Hauptgrund für die Reise nach Chengdu war, dass man von dort aus gut in den Jiuzhaigou Nationalpark kommt. Man kann für SEHR teures Geld 2h fliegen oder aber für wenige €uros eine 9h Busfahrt auf sich nehmen. Wir haben uns für Bus fahren entschieden, allerdings haben beide Fahrten letztendlich leider 10 – 13h gebraucht. Naja, dafür war die Fahrt durch die chinesische Provinz Sichuan auch recht spannend, da es schöne kleine traditionelle Dörfer zu sehen gibt und die Landschaft teilweise wirklich wunderschön ist. Manchmal sieht man sogar die Ausläufer vom Himalaya. Hier ein paar Eindrücke von der Fahrt!

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Ich liebe das nächste Bild mit dem Arbeiter auf dem Feld!

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Wie man sieht: wirklich wunderschöne Landschaften und tolle kleine Dörfchen. Weniger geil ist allerdings das Reisefutter. In China isst man auf Reisen ganz oft irgendwelche abgepackten Ekelsachen. Brötchen oder so etwas gibt es dort natürlich nicht und auf Suppen hat man nun auch nicht immer Bock. Bei uns gabs dann meistens nur Obst und irgendwelche Kekse oder so. Ab und zu haben wir uns nen Reisgericht mit in Bus genommen. Die Chinesen essen aber lieber etwas wie auf dem folgenden Bild. Stinkt übrigens auch gerne mal…

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Außerdem sind die Toiletten natürlich auch nochmal anders. Generell gibt’s dort üblicherweise Plumsklos mit einem kleinen Eimer nebendran, wo das benutzte Klopapier reingeworfen werden soll. Bei Reisen durch das Land ist dieser „Standard“ aber eher Glück. Dort gibt’s nämlich oftmals einfach nur Rinnen! Alle 20 Minuten wird dort Wasser durchgeschossen, das war’s. Es stinkt wie Hölle und es schwirren überall Fliegen rum. Sowas hab ich noch nie gesehen … Klopapier muss man selbst mitbringen und Wasserhahn gibt’s manchmal auch nicht. Aber wie ich beobachten konnte, ist Händewaschen bei den Chinesen eh nicht allzu beliebt… 😉 Im nächsten Bild sieht man so eine Rinne. In dem Fall gab es Trennwände, sodass man vom „Nachbar“ nicht direkt beobachtet werden kann. Es gibt diese Toiletten aber auch ganz ohne Wände, sodass man einen entsprechenden Ausblick genießen muss.

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Ok, nun aber zurück zu den schönen Dingen. Hat man die Busfahrt überstanden, wird man mit atemberaubender Natur belohnt. Der Nationalpark besteht im Grunde nur aus zahlreichen glasklaren und türkisblauen Seen, tollen Wäldern und Wasserfällen. Es lohnt sich früh morgens dort zu sein, weil sonst der Andrang zu groß ist und man die Natur nicht mehr genießen kann. Wir waren schon punkt 7 Uhr am Eingang. Hier die Bilder!

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Bei vielen Bildern habe ich meinen Polfilter benutzt und die störenden Lichtreflexionen und Spiegelungen im Wasser weitestgehend zu reduzieren. So ist die Wasseroberfläche schön einheitlich und man kann auf den Grund sehen. Um alle Reflexionen komplett zu absorbieren müsste man aber mehrere Bilder machen, worauf ich keine Lust hatte. Auf dem nächsten Bild sieht man zB links unten einen Bereich, wo die Reflexionen noch zu sehen sind, aber rechts unten alles glasklar ist! Ohne Polfilter hätte es so auf dem ganzen Wasser ausgesehen.

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Wasserfälle und Langzeitbelichtung. Sieht einfach immer schön aus!

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Mit dem Wetter hatten wir Glück! 🙂

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Yo, das war es. Abends sind wir dann noch schön chinesisch essen gegangen. Karte checken, mit dem Finger auf ein Gericht zeigen, ausgelacht werden, weil man nichts versteht und dann: Mahlzeit!

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Im nächsten Beitrag geht es dann weiter mit Hongkong! Da gibt’s nochmal fette Bilder zu sehen. Stay tuned! 🙂

Chengdu & Umgebung (Leshan Buddha & Pandas) // 2015

Mit dem Flugzeug ging es von Shanghai nach Chengdu. Das liegt in der Provinz Sichuan, was dem ein oder anderen von der durchaus köstlichen „Ente Sichuan Art“ ein Begriff sein wird. 😉 In der Stadt selbst gibt es eigentlich nicht allzu viel zu sehen, jedoch kann man in der näheren Umgebung (2-3 Stunden Busfahrt) einen riesigen Buddha mit 71m Höhe und 28m Breite besichtigen. Zudem ist die Stadt berühmt für ihre Panda-Aufzuchtstation. In diesem Beitrag gibt es Bilder dazu!

Auch wenn die Stadt an sich vielleicht unspektakulär ist,  so waren die ersten Tage doch interessant. Denn wir waren auf einem typisch chinesischen Foodmarket, wo wirklich alles verkauft wird: Schlangen, Schildkröten, Gehirne, Hühnerfüße, einfach alles… Und ja, natürlich zum Essen – Wir sind schließlich in China. Die folgenden Bilder sind eher weniger die professionellsten Aufnahmen sondern eher dokumentarisch, aber mit Sicherheit für jeden interessant, wenn auch eklig.

Fangen wir mal easy an. Hühner werden in allen Variationen (gelb, rot, schwarz) verkauft und eigentlich wird alles von Kopf bis Fuß gegessen. Die Sachen liegen dort alle einfach so herum.

Chengdu

Chengdu

Als Delikatesse gelten in China „Chicken Feet“, also Hühnerfüße. Ich habe sie auch probiert. Schmeckt eigentlich einfach nur nach Chicken, also ok, aber das Essgefühl ist ein bisschen ekelhaft. Denn man muss den gesamten Fuß samt der Knochen in den Mund nehmen, das Fleisch dann abnagen und die Zehenknochen wieder ausspucken. Vor allem sind die Teile gar nicht so winzig. So sah das aus:

Chengdu

Weitere „Delikatessen“ kann man auf diesem Markt entdecken:

Chengdu

Chengdu

Ok, das zum Einstieg. Bereit für ekligere Dinge? Nochmal es liegt dort auch alles einfach nur so rum, Kühlung – Fehlanzeige!

Chengdu

Chengdu

Chengdu

Chengdu

Chengdu

Um die letzten drei Bilder zu verstehen muss man kurz erklären was dort passiert. Ich konnte es genau beobachten und stand so nah dran, dass ich fast mit Blut vollgespritzt wurde. Diese kleinen Schlangen oder Mini-Aale (oder was immer es ist?) werden aus dem Topf genommen, an einem Nagel auf ein Holzbrett aufgespießt und geköpft. Manche werden direkt gehäutet, das ist das Zeug was auf dem Boden liegt. Außerdem sieht man die in Blut getränkten Handschuhe des Arbeiters (rechts im Bild), die er für eine kurze Pause auszieht und später wieder anzieht. Dort direkt daneben zu stehen ist für uns krass, für die Chinesen ist es aber ganz normal. Sie kaufen das Zeug ein und freuen sich schon aufs Abendessen…

Der Markt ist generell so aufgebaut, dass man einige Delikatessen direkt verzehren kann (wenn einem der Appetit noch nicht vergangen ist). Hier sieht man wie es dort ausschaut. Links und rechts Verkauf der Ware, in der Mitte ein kleiner Gang und ein „Straßenrestaurant“:

Chengdu

Auch ein perfekter Schlafplatz, oder nicht? 😉

Chengdu

So eklig es teilweise auch war… Es war einfach mega interessant und ich finde mir hätte etwas vom echten China gefehlt, wenn ich mir so etwas nicht angesehen hätte.

Damit dieser Beitrag aber nicht nur vollgestopft ist mit solchen Aufnahmen nun noch etwas aus der Umgebung Chengdus mit den schönen Pandas und dem Buddha.

Zuerst der Grand Leshan Buddha! Wie gesagt 71m hoch, 28m breit… Beeindruckend.

Buddha

Buddha

Buddha

Und dann die Pandas. Ich verliere nicht sonderlich viele Worte darüber. Ist halt eine Aufzuchtstation dort und auf jeden Fall ganz schön gemacht. Der Zoo-Charakter ist vorhanden, aber längst nicht so wie in einem richtigen Zoo. Im Vergleich zur Orang-Utan-Aufzucht in Malaysia allerdings Zoo-Style! Da die Pandas das Wahrzeichen Chinas sind, ist es meiner Meinung nach trotzdem ein Must-Do. Man sollte nur früh morgens da sein, damit sie noch aktiv sind, denn mittags ist es zu warm, sodass die Pandas nur schlafen oder gar nicht erst draußen sind. In Summe war es auf jeden Fall ganz nett. Es sind halt einfach sehr schöne Tiere! Mit meiner 6d und einer 200mm 2.8 Festbrennweite war ich gut bewaffnet und kam nah genug ran, um die Pandas formatfüllend abbilden zu können und eine schöne Unschärfe im Hintergrund zu erzeugen.

Pandas

Pandas Pandas Pandas Pandas

Pandas

Neben den schwarz-weißen Pandas leben dort auch die kleinen braunen Pandas, die komplett frei herumlaufen können. Ich hatte sogar das Glück einen streicheln zu können, als er mir auf dem Weg entgegen kam und glücklicherweise gerade keine anderen Touris um mich herum waren. Das war cool! 🙂 Der hier war das:

Pandas

Im nächsten Beitrag geht es dann um den Jiuzhaighou Nationalpark. Stay tuned!

SHANGHAI // 2015

Es war mal wieder so weit: Die nächste Fernreise stand an! Meine Freundin hat ein halbes Jahr Auslandssemester in Shanghai gemacht und so war das Reiseziel schnell klar. Es soll nach China gehen. Also haben wir eine schöne Reiseroute geplant, die in Shanghai startet und uns weiter über das Landesinnere, in die Berge, in Nationalparks und schlussendlich noch nach Hongkong führt. Dazu aber mehr in den bald folgenden Blogeinträgen. Los geht’s erst einmal mit den Eindrücken aus Shanghai!

Nach 20 Stunden Flug kam ich endlich in der Stadt an. Ich war zwar mega K.O., aber der Tag hatte dort erst begonnen. Ich musste also noch durchhalten! So wurde mir als erstes der Financial District und der Pearl Tower gezeigt, der letztlich zu meinem Lieblingsgebäude der Stadt geworden ist.

SHANGHAISHANGHAI

Auf das Shanghai World Financial Center (SWFC) sind wir hoch und haben dort einen wahnsinnig coolen Ausblick auf den Jin Mao Tower (Vordergrund) und den Pearl Tower (Hintergrund) gehabt. Witzig ist, dass das SWFC aussieht wie ein Flaschenöffner. Das kann man später auf den Skyline-Fotos erkennen.

SHANGHAI

Auch der neue Shanghai Tower steht in diesem Viertel und ist wirklich RIESIG! Und das obwohl die eben gezeigten Türme auch echt groß sind. Es ist mit einer Höhe von 632m das zweithöchste Gebäude der Welt (Platz 1: Burj Khalifa in Dubai, 828m). Leider war die Aussichtsplattform noch geschlossen. Die ist sogar höher als diejenige vom Burj Khalifa. Es blieb nur der Blick von unten!

SHANGHAI

Abends ging es noch schnell was essen (Kung Pau Chicken, irgendetwas mit Rind und etwas Gemüse) und anschließend auf eine kleine und ausnahmsweise günstige Rooftop-Bar mit Blick auf die Skyline bei Nacht. Dann endlich pennen: ich glaube ich war 35h wach! Ja ja, man wird älter…

SHANGHAISHANGHAI

An den nächsten Tagen ging es dann mit neuer Kraft weiter durch die Stadt. Ich lass mal ein paar Bilder sprechen. Zunächst was aus Tianzifang und dem Yu Yuan Garden, zwei ziemlich chinesische Gegenden Shanghais:

SHANGHAISHANGHAI SHANGHAI  SHANGHAISHANGHAISHANGHAISHANGHAI

Anschließend machten wir uns auf den Weg zum Jing’an Temple, einem Tempel mitten in der Stadt. Der Weg dorthin führte uns an alten Gebäuden vorbei, wo unendlich viele Roller standen.

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Abends ging es dann zum Bund, ein Platz mit super Aussicht auf die Skyline. Diese Idee hatten allerdings nicht nur wir. Gerade zur Dämmerung STÜRMEN die Chinesen geradezu dort hin. Das Gedränge lohnt sich aber.

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Dort in der Nähe findet man auch eine bei Nacht toll beleuchtete Brücke und eine coole Bullen-Statue.

SHANGHAI SHANGHAI

Nach einem schnellen Essen an einem der vielen Straßenstände, wo Fleisch, Fisch und Gemüse gegrillt wird sind wir an eine Stelle gelaufen, von wo aus ich unbedingt ein Foto machen wollte. Shanghai hat nämlich viele Straßen, die sich schlängeln und übereinander verlaufen. Oft sind sie auch neonfarben beleuchtet. Im Hintergrund die hohen Gebäude. Das sieht gerade bei Nacht super aus und ich wollte es unbedingt fotografieren! Es stellte sich aber heraus, dass sich das Foto nicht so leicht machen lässt, weil man sich an Security „vorbeischleichen“ muss, um in ein privates Wohnappartement zu gelangen. Unauffällig konnten wir uns ins Gebäude mogeln, mit dem Aufzug ganz nach oben fahren und beeindruckende Fotos machen. Glück gehabt! Nur die Neonbeleuchtung blieb an dem Abend leider aus.

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Auf dem Heimweg habe ich noch ein paar Personen fotografiert. Leider kann ich aufgrund fehlender Rechte zur Veröffentlichung vieles nicht zeigen. Hier dennoch etwas:

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Am nächsten Morgen klingelte der Wecker schon um 4:00 Uhr! Wir mussten also früh aufstehen. Warum? Nein, nicht weil wir wegfliegen mussten, sondern weil wir zum Sonnenaufgang nochmal an den Bund wollten. Und was soll ich sagen? Genau das ist es immer wieder, woran ich merke was Fotografie für mich bedeutet. Niemals, wirklich niemals würde sonst freiwillig so früh aufstehen. Aber wenn es ums Fotografieren geht ist mir alles egal… Und es hat sich einfach so gelohnt. Die Farben im Himmel, die Lichtstimmung… Kurz davor regnete es noch, so hat sich die Skyline sogar in der Pfütze gespiegelt, wenn man aus dem richtigen Winkel fotografiert… Ach, seht selbst:

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Es war krass, dass in der riesigen Stadt um die Zeit wirklich nichts los war. Sonst konnte man dort nie laufen ohne jemand anzurempeln. Gut, am Bund waren schon ein paar Leute. Aber in der Stadt selbst war nichts los. Lustig war dann dies hier… Mitten auf der Straße haben einige Chinesen ihre gewaschenen Unterhosen und Shirts zum Trocknen aufgehängt.

SHANGHAI

Bis zum Abend haben wir an dem Tag dann nicht mehr viel gemacht. In Cafés gechillt und entspannt… Abends ging es dann noch Sushi essen und aufs Hyatt Hotel, da es dort eine Bar auf dem Dach mit wirklich einem atemberaubenden Ausblick gibt. Das war als Abschluss wirklich richtig geil! Denn am nächsten Tag ging es weiter zum nächsten Reiseziel.

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Fazit: Auf jeden Fall eine sehr aufregende und interessante Stadt. Man kann wirklich in einigen Ecken das richtige China erleben und andere Ecken zeigen eine super moderne Stadt. Generell hat die Stadt eine sehr moderne Architektur! Daher definitiv mal ein Besuch wert. Die Chinesen können allerdings manchmal ziemlich anstrengend sein, da sie sich nirgendwo anstellen können, überall aufs heftigste drängeln (!!) und spucken tun sie halt auch. Außerdem wird man als westlich aussehender Mensch überall angestarrt und fotografiert. Das hätte ich nicht erwartet, nachdem sich in der Stadt ja auch wirklich viele internationale Geschäftsleute aufhalten. Das war auch in Malaysia nicht so. Trotzdem kann ich eine Reise nach Shanghai absolut empfehlen!