Chengdu & Umgebung (Leshan Buddha & Pandas) // 2015

Mit dem Flugzeug ging es von Shanghai nach Chengdu. Das liegt in der Provinz Sichuan, was dem ein oder anderen von der durchaus köstlichen „Ente Sichuan Art“ ein Begriff sein wird. 😉 In der Stadt selbst gibt es eigentlich nicht allzu viel zu sehen, jedoch kann man in der näheren Umgebung (2-3 Stunden Busfahrt) einen riesigen Buddha mit 71m Höhe und 28m Breite besichtigen. Zudem ist die Stadt berühmt für ihre Panda-Aufzuchtstation. In diesem Beitrag gibt es Bilder dazu!

Auch wenn die Stadt an sich vielleicht unspektakulär ist,  so waren die ersten Tage doch interessant. Denn wir waren auf einem typisch chinesischen Foodmarket, wo wirklich alles verkauft wird: Schlangen, Schildkröten, Gehirne, Hühnerfüße, einfach alles… Und ja, natürlich zum Essen – Wir sind schließlich in China. Die folgenden Bilder sind eher weniger die professionellsten Aufnahmen sondern eher dokumentarisch, aber mit Sicherheit für jeden interessant, wenn auch eklig.

Fangen wir mal easy an. Hühner werden in allen Variationen (gelb, rot, schwarz) verkauft und eigentlich wird alles von Kopf bis Fuß gegessen. Die Sachen liegen dort alle einfach so herum.

Chengdu

Chengdu

Als Delikatesse gelten in China „Chicken Feet“, also Hühnerfüße. Ich habe sie auch probiert. Schmeckt eigentlich einfach nur nach Chicken, also ok, aber das Essgefühl ist ein bisschen ekelhaft. Denn man muss den gesamten Fuß samt der Knochen in den Mund nehmen, das Fleisch dann abnagen und die Zehenknochen wieder ausspucken. Vor allem sind die Teile gar nicht so winzig. So sah das aus:

Chengdu

Weitere „Delikatessen“ kann man auf diesem Markt entdecken:

Chengdu

Chengdu

Ok, das zum Einstieg. Bereit für ekligere Dinge? Nochmal es liegt dort auch alles einfach nur so rum, Kühlung – Fehlanzeige!

Chengdu

Chengdu

Chengdu

Chengdu

Chengdu

Um die letzten drei Bilder zu verstehen muss man kurz erklären was dort passiert. Ich konnte es genau beobachten und stand so nah dran, dass ich fast mit Blut vollgespritzt wurde. Diese kleinen Schlangen oder Mini-Aale (oder was immer es ist?) werden aus dem Topf genommen, an einem Nagel auf ein Holzbrett aufgespießt und geköpft. Manche werden direkt gehäutet, das ist das Zeug was auf dem Boden liegt. Außerdem sieht man die in Blut getränkten Handschuhe des Arbeiters (rechts im Bild), die er für eine kurze Pause auszieht und später wieder anzieht. Dort direkt daneben zu stehen ist für uns krass, für die Chinesen ist es aber ganz normal. Sie kaufen das Zeug ein und freuen sich schon aufs Abendessen…

Der Markt ist generell so aufgebaut, dass man einige Delikatessen direkt verzehren kann (wenn einem der Appetit noch nicht vergangen ist). Hier sieht man wie es dort ausschaut. Links und rechts Verkauf der Ware, in der Mitte ein kleiner Gang und ein „Straßenrestaurant“:

Chengdu

Auch ein perfekter Schlafplatz, oder nicht? 😉

Chengdu

So eklig es teilweise auch war… Es war einfach mega interessant und ich finde mir hätte etwas vom echten China gefehlt, wenn ich mir so etwas nicht angesehen hätte.

Damit dieser Beitrag aber nicht nur vollgestopft ist mit solchen Aufnahmen nun noch etwas aus der Umgebung Chengdus mit den schönen Pandas und dem Buddha.

Zuerst der Grand Leshan Buddha! Wie gesagt 71m hoch, 28m breit… Beeindruckend.

Buddha

Buddha

Buddha

Und dann die Pandas. Ich verliere nicht sonderlich viele Worte darüber. Ist halt eine Aufzuchtstation dort und auf jeden Fall ganz schön gemacht. Der Zoo-Charakter ist vorhanden, aber längst nicht so wie in einem richtigen Zoo. Im Vergleich zur Orang-Utan-Aufzucht in Malaysia allerdings Zoo-Style! Da die Pandas das Wahrzeichen Chinas sind, ist es meiner Meinung nach trotzdem ein Must-Do. Man sollte nur früh morgens da sein, damit sie noch aktiv sind, denn mittags ist es zu warm, sodass die Pandas nur schlafen oder gar nicht erst draußen sind. In Summe war es auf jeden Fall ganz nett. Es sind halt einfach sehr schöne Tiere! Mit meiner 6d und einer 200mm 2.8 Festbrennweite war ich gut bewaffnet und kam nah genug ran, um die Pandas formatfüllend abbilden zu können und eine schöne Unschärfe im Hintergrund zu erzeugen.

Pandas

Pandas Pandas Pandas Pandas

Pandas

Neben den schwarz-weißen Pandas leben dort auch die kleinen braunen Pandas, die komplett frei herumlaufen können. Ich hatte sogar das Glück einen streicheln zu können, als er mir auf dem Weg entgegen kam und glücklicherweise gerade keine anderen Touris um mich herum waren. Das war cool! 🙂 Der hier war das:

Pandas

Im nächsten Beitrag geht es dann um den Jiuzhaighou Nationalpark. Stay tuned!

Yellow Mountains (Mt. Huangshan) // 2015

Nicht weit von Shanghai entfernt liegt das Gebirge „Huang Shan“, auch die Yellow Mountains genannt. Nicht weit bedeutet in China, dass man nur 6 oder 7 Stunden Busfahrt auf sich nehmen muss und nicht wie etwa sonst 11 oder 12 Stunden. Die Anfahrt war daher ganz angenehm. Das Gebirge gehört zu den fünf berühmtesten Gebirgen Chinas und besteht aus faszinierenden, steil aufsteigenden Felsformationen. Wandern sollte dort also mit Sicherheit wunderschön sein, sodass wir unbedingt dort hin wollten. Die Felsen haben häufig eine leicht gelbliche Farbe. Die Bezeichnung „Yellow Mountains“ hat damit anscheinend aber nichts zu tun, sondern ist historisch bedingt. Nun aber zu den Bildern!

Typisch chinesisches Gebäude und im Hintergrund das Gebirge.

Yellow Mountains

Unser Plan war es mit der Cable Car auf den Berg hoch zu fahren, oben alles abzulaufen und bis ganz nach unten zu wandern.

Yellow Mountains

Auf knapp 2.000m war es zunächst sehr neblig und man hat leider kaum etwas gesehen. Glücklicherweise zog es aber immer wieder auf und hat dann für eine tolle Kulisse gesorgt. Schöne Berge, halb im Nebel, leichter Sonnenschein.

Yellow Mountains Yellow Mountains Yellow Mountains Yellow Mountains Yellow Mountains Yellow Mountains

Auch viele kleine Bäche und Mini-Wasserfälle gibt’s dort. Eigentlich ganz schön und auf einem Foto mit Langzeitbelichtung wirkt es natürlich erst recht klasse!

Yellow Mountains Yellow Mountains

Sehr interessant fand ich die Bäume, die auf den steilen Felsen wachsen! Die sehen richtig verrückt aus: Sehr langer schmaler Baumstamm und eine flache Baumkrone. Das sieht man auf dem folgenden Foto am linken Bildrand sehr gut!

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Was bei einem Ausflug in die Yellow Mountains nicht unerwähnt bleiben darf sind die unfassbar vielen Treppen, die man zu laufen hat. Die gesamte Wanderung besteht nur aus Treppen steigen! Man mag meinen, dass es weniger anstrengend ist, wenn man die Treppen nur bergab laufen muss. Aber hey… Ich hatte 5 Tage abartigen Muskelkater! Das war brutal. Und unsportlich sind wir nun wirklich beide nicht … Hier sieht man die unzähligen Treppen:

Yellow Mountains

Es gibt sogar Menschen, die unter diesen Bedingungen arbeiten müssen und ständig nur Wasser auf den Berg bzw. bergab transportieren sollen. Die armen Jungs!

Yellow Mountains

Gegen Mittag wurde das Wetter dann nochmal besser und es kam die Sonne so richtig raus. Das hat direkt für eine komplett andere Lichtstimmung gesorgt!

Yellow MountainsYellow Mountains  Yellow Mountains Yellow Mountains

Selbst die Affen kamen dann aus ihren Verstecken und haben sich an den Keksen der unachtsamen Chinesen bedient. 😉

Yellow MountainsYellow Mountains

Alles in allem haben wir dort ein paar anstrengende, aber tolle Tage gehabt. Der Muskelkater war also wenigstens nicht umsonst! 🙂 Nur an den Sicherheitsbedingungen könnte noch etwas gearbeitet werden. Manchmal gab es an den Wegen nämlich gar keine Absperrungen oder Möglichkeit zum Festhalten! Und es geht nun ja wirklich etwas steiler herunter. Hier ein Bild wo man sieht wie man gelaufen ist. Dort gab es jedoch immerhin eine kniehohe Absperrung.

Yellow Mountains

SHANGHAI // 2015

Es war mal wieder so weit: Die nächste Fernreise stand an! Meine Freundin hat ein halbes Jahr Auslandssemester in Shanghai gemacht und so war das Reiseziel schnell klar. Es soll nach China gehen. Also haben wir eine schöne Reiseroute geplant, die in Shanghai startet und uns weiter über das Landesinnere, in die Berge, in Nationalparks und schlussendlich noch nach Hongkong führt. Dazu aber mehr in den bald folgenden Blogeinträgen. Los geht’s erst einmal mit den Eindrücken aus Shanghai!

Nach 20 Stunden Flug kam ich endlich in der Stadt an. Ich war zwar mega K.O., aber der Tag hatte dort erst begonnen. Ich musste also noch durchhalten! So wurde mir als erstes der Financial District und der Pearl Tower gezeigt, der letztlich zu meinem Lieblingsgebäude der Stadt geworden ist.

SHANGHAISHANGHAI

Auf das Shanghai World Financial Center (SWFC) sind wir hoch und haben dort einen wahnsinnig coolen Ausblick auf den Jin Mao Tower (Vordergrund) und den Pearl Tower (Hintergrund) gehabt. Witzig ist, dass das SWFC aussieht wie ein Flaschenöffner. Das kann man später auf den Skyline-Fotos erkennen.

SHANGHAI

Auch der neue Shanghai Tower steht in diesem Viertel und ist wirklich RIESIG! Und das obwohl die eben gezeigten Türme auch echt groß sind. Es ist mit einer Höhe von 632m das zweithöchste Gebäude der Welt (Platz 1: Burj Khalifa in Dubai, 828m). Leider war die Aussichtsplattform noch geschlossen. Die ist sogar höher als diejenige vom Burj Khalifa. Es blieb nur der Blick von unten!

SHANGHAI

Abends ging es noch schnell was essen (Kung Pau Chicken, irgendetwas mit Rind und etwas Gemüse) und anschließend auf eine kleine und ausnahmsweise günstige Rooftop-Bar mit Blick auf die Skyline bei Nacht. Dann endlich pennen: ich glaube ich war 35h wach! Ja ja, man wird älter…

SHANGHAISHANGHAI

An den nächsten Tagen ging es dann mit neuer Kraft weiter durch die Stadt. Ich lass mal ein paar Bilder sprechen. Zunächst was aus Tianzifang und dem Yu Yuan Garden, zwei ziemlich chinesische Gegenden Shanghais:

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Anschließend machten wir uns auf den Weg zum Jing’an Temple, einem Tempel mitten in der Stadt. Der Weg dorthin führte uns an alten Gebäuden vorbei, wo unendlich viele Roller standen.

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Abends ging es dann zum Bund, ein Platz mit super Aussicht auf die Skyline. Diese Idee hatten allerdings nicht nur wir. Gerade zur Dämmerung STÜRMEN die Chinesen geradezu dort hin. Das Gedränge lohnt sich aber.

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Dort in der Nähe findet man auch eine bei Nacht toll beleuchtete Brücke und eine coole Bullen-Statue.

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Nach einem schnellen Essen an einem der vielen Straßenstände, wo Fleisch, Fisch und Gemüse gegrillt wird sind wir an eine Stelle gelaufen, von wo aus ich unbedingt ein Foto machen wollte. Shanghai hat nämlich viele Straßen, die sich schlängeln und übereinander verlaufen. Oft sind sie auch neonfarben beleuchtet. Im Hintergrund die hohen Gebäude. Das sieht gerade bei Nacht super aus und ich wollte es unbedingt fotografieren! Es stellte sich aber heraus, dass sich das Foto nicht so leicht machen lässt, weil man sich an Security „vorbeischleichen“ muss, um in ein privates Wohnappartement zu gelangen. Unauffällig konnten wir uns ins Gebäude mogeln, mit dem Aufzug ganz nach oben fahren und beeindruckende Fotos machen. Glück gehabt! Nur die Neonbeleuchtung blieb an dem Abend leider aus.

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Auf dem Heimweg habe ich noch ein paar Personen fotografiert. Leider kann ich aufgrund fehlender Rechte zur Veröffentlichung vieles nicht zeigen. Hier dennoch etwas:

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Am nächsten Morgen klingelte der Wecker schon um 4:00 Uhr! Wir mussten also früh aufstehen. Warum? Nein, nicht weil wir wegfliegen mussten, sondern weil wir zum Sonnenaufgang nochmal an den Bund wollten. Und was soll ich sagen? Genau das ist es immer wieder, woran ich merke was Fotografie für mich bedeutet. Niemals, wirklich niemals würde sonst freiwillig so früh aufstehen. Aber wenn es ums Fotografieren geht ist mir alles egal… Und es hat sich einfach so gelohnt. Die Farben im Himmel, die Lichtstimmung… Kurz davor regnete es noch, so hat sich die Skyline sogar in der Pfütze gespiegelt, wenn man aus dem richtigen Winkel fotografiert… Ach, seht selbst:

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Es war krass, dass in der riesigen Stadt um die Zeit wirklich nichts los war. Sonst konnte man dort nie laufen ohne jemand anzurempeln. Gut, am Bund waren schon ein paar Leute. Aber in der Stadt selbst war nichts los. Lustig war dann dies hier… Mitten auf der Straße haben einige Chinesen ihre gewaschenen Unterhosen und Shirts zum Trocknen aufgehängt.

SHANGHAI

Bis zum Abend haben wir an dem Tag dann nicht mehr viel gemacht. In Cafés gechillt und entspannt… Abends ging es dann noch Sushi essen und aufs Hyatt Hotel, da es dort eine Bar auf dem Dach mit wirklich einem atemberaubenden Ausblick gibt. Das war als Abschluss wirklich richtig geil! Denn am nächsten Tag ging es weiter zum nächsten Reiseziel.

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Fazit: Auf jeden Fall eine sehr aufregende und interessante Stadt. Man kann wirklich in einigen Ecken das richtige China erleben und andere Ecken zeigen eine super moderne Stadt. Generell hat die Stadt eine sehr moderne Architektur! Daher definitiv mal ein Besuch wert. Die Chinesen können allerdings manchmal ziemlich anstrengend sein, da sie sich nirgendwo anstellen können, überall aufs heftigste drängeln (!!) und spucken tun sie halt auch. Außerdem wird man als westlich aussehender Mensch überall angestarrt und fotografiert. Das hätte ich nicht erwartet, nachdem sich in der Stadt ja auch wirklich viele internationale Geschäftsleute aufhalten. Das war auch in Malaysia nicht so. Trotzdem kann ich eine Reise nach Shanghai absolut empfehlen!